Nachbericht zur Veranstaltung vom 16.6.2015 im Ottilie-Schoenewald-Kolleg

Überaus gut besucht war die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung auf Einladung der neu gegründeten Gruppe BOLOG zum Thema „Impulse für Bochum – Stadtentwicklung im Dialog“ (s. WAZ vom 11.6.2015). Über 160 Interessierte kamen am 16.6. ins Ottilie-Schoenewald-Kolleg, darunter neben zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Angehörige der Hochschulen (Prof. Weiler, Ruhr-Uni; Dr. Reinhardt, Hochschule Bochum), der Stadtverwaltung, des Regionalverbandes Ruhr, des Bundes Deutscher Architekten BDA sowie Vertreter verschiedener Parteien, Institutionen, Initiativen und der Bochumer Unternehmerschaft. Ein sicheres Zeichen dafür, dass das Thema Stadtentwicklung in Bochum auf ein breites Interesse stößt!

Nachdem Prof. Rolf Heyer (Bochum Perspektive 2022, EGR) einen Rückblick auf Stadtentwicklung und Strukturwandel in Bochum seit den 1960er Jahren sowie den aktuellen Stand der Planungen für das Opel-Gelände gegeben hatte, folgten Best-Practice-Beispiele aus Gummersbach und Kamp-Lintfort, wie eine Beteiligung der Bevölkerung an den Entscheidungsprozessen für große Flächenentwicklungen aussehen kann. Die drei Vorträge lieferten die Grundlage für die anschließende Podiumsdiskussion, an der Prof. Rolf Heyer (s.o.), Eckart Kröck (Leiter Stadtplanungs- und Bauordnungsamt), Carsten Köchel (Präsident Marketing-Club Bochum), Achim Dahlheimer (Gruppe BOLOG) und Wolfgang Prauser vom Hannoveraner Bürgerbüro für Stadtentwicklung teilnahmen, ihre unterschiedlichen Standpunkte und Erfahrungen erläuterten und sich den Fragen und Anregungen aus dem Publikum stellten.

Es wurde deutlich, dass es in Sachen Bürgerbeteiligung nicht den einen Königsweg gibt, sondern verschiedene Modelle und Strukturen denkbar sind. Voraussetzung für jede Art der offenen Diskussion und Beteilung der Stadtgesellschaft an Entwicklungsprozessen in Bochum ist jedoch ein erklärter Wille und die Bereitschaft der Stadt. Dies wurde vielfach angesprochen, denn nur so können passende Beteiligungsstrukturen entwickelt werden. Gerade bei Flächenentwicklungen – und Opel ist da nur ein Beispiel von vielen in Bochum – kann es nicht nur um die möglichst schnelle und lukrative Ansiedlung von Gewerbe gehen. Vielmehr geht es um eine breite Zukunftsdiskussion für die Gesamtstadt Bochum, die auch Belange wie Kultur, Wohn- und Lebensqualität, Verkehrskonzepte, Verbindung der Hochschulen und der Stadt, medizinische Versorgung etc. mitdenkt. Nur wenn Bochum hier konsequent auf Qualität setze, könne sich die Stadt dauerhaft vom Mittelmaß absetzen, betonte Achim Dahlheimer. Konsens herrschte im Saal darüber, dass die Diskussionen weiter geführt werden sollen, nicht zuletzt im Hinblick darauf, die neue Marke Bochum mit Inhalten zu füllen und auch im Bereich Stadtentwicklung ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Ihr Ziel hat die Veranstaltung mehr als erreicht: Impulse zu geben für eine offene Dialogkultur in Bochum, um gemeinsam eine zukunftsfähige, attraktive und lebenswerte Stadt zu gestalten.

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