Gruppe BOLOG macht sich stark für einen breiten, konstruktiven Dialog zur Stadtentwicklung in Bochum

Am 1. Juli 2015 geht das ca. 70 Hektar große Opel-Areal (Werk I) in Laer an die „Bochum Perspektive 2022“ über. Mit der Entwicklung dieser Fläche in Form einer Public-Private-Partnership (PPP) erfolgen Weichenstellungen, die für die angrenzenden Quartiere, die Gesamtstadt und die Region von strategischer Bedeutung sind. Vor diesem Hintergrund hat sich eine Gruppe von acht Bochumer Bürgerinnen und Bürgern zusammen gefunden, die sich auch beruflich im Bereich Stadtentwicklung bewegen*. Unser gemeinsames Ziel ist es, einen breiten, offenen und konstruktiven Dialog zu Themen der Stadtentwicklung in Bochum anzustoßen.

Insbesondere in der anstehenden Entwicklung der Opel-Fläche sehen wir eine große Chance für Bochum, sich nach innen und über die Grenzen der Stadt hinaus als moderner, innovationsfreudiger, zukunftsfähiger Ort zu positionieren. Hier besteht die Möglichkeit, ein neues Kapitel in der Entwicklung Bochums aufzuschlagen. Schließlich geht es um nicht weniger als die Frage, wie das Bochum von morgen aussehen soll, welchen Stellenwert es in der Region hat, wie die „Marke Bochum“ hier mit Inhalten gefüllt werden kann.

Ein wichtiger Aspekt für uns ist die Teilhabe aller, die sich für den Prozess interessieren. Ein so zukunftsrelevantes Thema wie die Stadtentwicklung sollte Gegenstand einer bewussten und gelebten Beteiligungskultur sein. Wir sehen hier eine Chance für Bochum, im Ruhrgebiet eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Wir möchten in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür schärfen, dass Bochum an einem Wendepunkt steht und jetzt die Weichen für die Zukunft der gesamten Stadt neu gestellt werden müssen. Die Entwicklung und Zukunft der Opel-Flächen wird mitentscheidend sein und Auswirkungen auf ganz Bochum haben.

Es geht aber nicht nur um die Zukunft der Opel-Fläche. Wünschenswert ist aus unserer Sicht die Gründung einer unterstützenden Einrichtung, etwa in Form eines politisch unabhängigen Gremiums oder eines Büros „Bochumer Bürgerdialog“, das die Prozesse kommunaler Stadtentwicklung fortan kontinuierlich begleitet, Impulse auffängt und weitergibt, planerisch und strategisch berät und ein Forum zur kritischen Diskussion bietet. Konkret könnten, anknüpfend an das Format der städtischen Workshops zur Entwicklung der Opel-Flächen im Jahr 2013, Werkstätten oder Aktionstage zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung veranstaltet werden, für die sich als temporärer Veranstaltungsort und Denkraum das Gelände der Opel-Fläche anbietet. Vieles ist möglich! Es geht darum, für diesen Dialog passende Strukturen zu entwickeln, ihm eine Form zu geben.

Zum Auftakt für diese neue Beteiligungskultur findet am Dienstag, 16.6.2015, eine Veranstaltung im Ottilie-Schoenewald-Kolleg statt, bei der Prof. Dr. Rolf Heyer (Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ruhr und der Bochum Perspektive 2022) den Stand der Entwicklung des Opel-Areals darlegt, ergänzt um Kurzvorträge zu Beispielen der Flächenentwicklung aus anderen Städten und vor allem eine rege Diskussion mit Fachleuten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

* Die Mitglieder der Gruppe BOLOG in alphabetischer Reihenfolge:

Achim Dahlheimer, Prof. Andreas Fritzen, Dirk Godau, Dr. Hans H. Hanke, Dr. Hanna Hinrichs, Prof. Dr. Uta Hohn, Yasemin Utku, Christine Wolf

Kontakt: impulse-bochum@web.de

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