Bochum Morgen

Bochum Morgen

Ein Treffpunkt für die Stadtentwicklung

 

 Herzliche Einladung zur Veranstaltung

 Freitag, 16. November 2018, 18:00 Uhr

 Foyer der Volkshochschule Bochum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6 , 44787 Bochum

 Die Stadt Bochum entwickelt derzeit Zukunftsbilder für ein Bochum von Morgen. Das bedeutet Wandlung und Dynamik in vielen Stadtteilen und Quartieren Bochums und gilt in besonderem Maße für die Visionen und den geplanten Umbau der Innenstadt. Das Interesse der Bochumer Stadtbürger an diesen Entwicklungen zeigt sich bereits heute durch vielfältige Initiativen, Veranstaltungsformate und Aktionen. Gerade jetzt in der Planungsphase für die anstehenden Umbauprozesse besteht die Chance, das vielschichtige Engagement der Bürgerschaft in die anstehenden Maßnahmen einzubinden. Der Zeitpunkt für einen Ort des Gesprächs, als  Anlaufpunkt für Informationen und als Treffpunkt zum Austausch zur Stadtentwicklung über das „Bochum Morgen – BoMo“ (Arbeitstitel) ist jetzt also genau richtig!

Im Frühjahr 2018 hat die Initiative „BOLOG – Bochum im Dialog“ diese Idee mit Akteuren  unterschiedlicher Initiativen, Verbände, der Verwaltung und der interessierten Öffentlichkeit Bochums diskutiert und breiten Zuspruch erfahren.

Nun ist es an der Zeit, die Idee in die Öffentlichkeit zu tragen und eine breite Basis dafür zu finden. Daher lädt BOLOG gemeinsam mit der VHS Bochum am 16. November 2018 um 18.00 Uhr in das Foyer der Volkshochschule Bochum zur Vorstellung eines solchen Ortes und für eine öffentliche Diskussion ein.

Ziel des Abends soll es sein, den Abstimmungsprozess zwischen allen Beteiligten voran- zutreiben, um BoMo als einen Treffpunkt in der Stadt Wirklichkeit werden zu lassen. Für diesen Austausch konnten drei Personen gewonnen werden:

Neben dem Bochumer OB Eiskirch, der die städtischen Überlegungen zur Etablierung eines solchen Ortes erläutert, berichten der Architekt Christian Wendling, der das „Haus der Architektur“ in Köln mit aufbaute und lange dessen Geschäfte führte. Die Kulturmanagerin Dr. Hanna Hinrichs, stand mehrere Jahre dem „Architekturschaufenster e.V.“ in Karlsruhe vor. Sie berichten von ihren Erfahrungen und Aktivitäten. Längst haben sich beide Einrichtungen als zentrale Orte, an denen über Stadtentwicklung und Baukultur diskutiert wird, in der Stadtgesellschaft etabliert. Diese Beispiele können gute Anregungen für einen ähnlichen Ort in Bochum bieten.

Moderiert wird der Abend von den BOLOG-Mitgliedern Peter Köddermann und Dr. Hans H. Hanke.

Es soll um die Diskussion und Konkretisierung erster Ideen gehen: Wie könnte ein solcher Ort in Bochum aussehen? Es sollte ein Ort sein, der offen steht für unterschiedliche Ideen, Formate und Initiativen. Ein Ort, der in den Stadtraum ausstrahlt und einlädt über Bochum zu sprechen. Ein Ort, der über aktuelle Stadtplanungsprozesse und neue Ideen in Bochum informiert.

Wo sollte dieser Ort sein? Zentral gelegen, gut erreichbar und präsent im Stadtraum.

Wie kann ein solcher Ort funktionieren? Ein wichtiger Partner wird die Stadt selbst sein. Aber auch die Initiativen, Verbände und Institutionen sind gefragt, um diesen Ort lebendig zu halten und die Gespräche über „Bochum Morgen – BoMo“  zu befördern.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung erforderlich.

Veranstalter sind BOLOG in Kooperation mit der Volkshochschule Bochum

 

Auf Facebook:

https://www.facebook.com/events/985770184939648/

Advertisements

Neue Veranstaltung im November

Unter dem Titel: “BoMo“ – Bochum Morgen – Ein Ort für Gespräche über Stadtentwicklung – planen wir grade für November eine neue Veranstaltung. Weitere Infos folgen. Um auf den Laufenden zu bleiben melde dich bei unserm Newsletter an:

klicke hier um dich anzumelden

Wohnen und Leben in der Innenstadt – auch in Bochum ?!

Bolog Wohnen Innenstadt.jpg

Das von BOLOG aufgerufene Thema „Wohnen und Leben in der Bochumer Innenstadt“ zog am 30.11.2017 rund 50 Personen in die Rottstraße 5 Kunsthallen. Zum Einstieg gab der städtische Stadtplaner Burkhard Huhn ausgehend von der „Vision Innenstadt 2030“ einen Überblick über die derzeitigen Planungsüberlegungen und stellte einige konkrete Wohnungsbau-Projekte in der Innenstadt vor. Neben verschiedenen Wohnungsbauvorhaben unterschiedlicher Investoren und Entwickler am Rande der Innenstadt berichtete er auch von der geplanten Neuordnung rund um den Appolonia-Pfaus-Park: Hier soll das Gebäude von Volkshochschule und Stadtbibliothek abgerissen und durch Wohngebäude ersetzt werden. Die beiden publikumsstarken Nutzungen sollen näher an die eigentliche Innenstadt rücken und im dann umgebauten Postgebäude gegenüber des Rathauses einen neuen Standort finden. Möglicherweise von Abrissplänen betroffen ist auch das Gebäude der Musikschule; hier sind die Überlegungen jedoch noch ganz am Anfang.

Einen Einblick in die wohnungswirtschaftliche Herangehensweise gab Catrin Coners von der Vonovia. Sie stellte Wohnungsbau-Projekte im Quartierkontext vor, die von Neubauvorhaben bis hin zu Dachgeschossausbauten reichen, und darüber hinaus auch den Raum „dazwischen“ in den Blick nehmen. Insbesondere wurde das Projekt im Eltingviertel in Essen dargestellt; dort wurden rund 1.400 Wohnungen energetisch saniert und diverse Umfeldmaßnahmen mit Beteiligung der Bewohnerschaft durchgeführt. Aber auch der Umgang mit zum Teil denkmalgeschützten Beständen in Bochum, wie etwa dem Siedlungsbestand Stahlhausen und der Siedlung zwischen Alleestraße und Wattenscheider Straße, wurden vorgestellt.

Als dritter Redner stellte der Projektentwickler Henry Beierlorzer den alternativen Ansatz der Quartiersentwicklung der Montag Stiftung Urbane Räume mithilfe einer gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung vor. Die Stiftung hat in Krefeld das Pilotprojekt „Urbane Nachbarschaft Samtweberei“ umgesetzt. Er berichtete von innovativen Ideen wie dem so genannten „Pionierhaus“, in dem Gründer günstig Bürofläche mieten können und für jeden gemieteten Quadratmeter pro Jahr eine Stunde gemeinnützige Arbeit für das Stadtviertel leisten. Mit allen Mieteinheiten kommen so im Jahr rund 3.000 Stunden für das Gemeinwesen im Viertel zusammen. In der ehemaligen Eisenhütte an der Stühmeyerstraße in Bochum möchte die Stiftung ein ähnliches Projekt realisieren und bereits in 2018 können erste Mieter einziehen.

Nach den Inputs der eingeladenen Diskutanten entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der zwei Aspekte in den Mittelpunkt rückten: zum einen wurde deutlich, dass es ein großes Interesse am Erhalt und der Weiterentwicklung historisch bedeutsamer Bauten wie etwa der Musikschule gibt und zum anderen wurde immer wieder die Frage nach den Konsequenzen von Sanierungen für das Mietpreisniveau und der „richtigen Mischung“ unterschiedlicher Wohnangebote aufgeworfen, die ein Wohnen für Alle in der Innenstadt ermöglichen soll. Hier wurden Konzepte gefordert, die jenseits von Höchstgeboten gute Ideen fördern und unterstützen. Nach Aussage von Burkard Huhn haben die Diskussionen um die Weiterentwicklung der Innenstadt als qualitätsvoller Wohnstandort gerade erst begonnen und gute Ideen können jederzeit eingebracht werden. Das Projekt der Montag Stiftung an der Stühmeyerstraße ist hierfür ein positiver Impuls und hieran lässt sich anknüpfen.

Die Diskussionen um die Innenstadtentwicklung fasste die WAZ so zusammen:

https://www.waz.de/staedte/bochum/alte-bochumer-bausubstanz-koennte-eine-zukunft-haben-id212723663.html

Wohnen und Leben in der Innenstadt – auch in Bochum ?!

Herzliche Einladung zur offenen Diskussion am 30. November 2017, 19.00 Uhr

Rottstraße 5 Kunsthallen, 44793 Bochum

Die Veranstaltung ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung erforderlich.

 

Gewohnt wird schon immer in der Innenstadt – auch in Bochum. Aber wie? Mit welcher Qualität? Das Thema Wohnen gewinnt auch im Zentrum zunehmend an Bedeutung, da sich typische Innenstadtnutzungen wie Einzelhandel und Dienstleistungen in einem Wandel befinden. Daher hat die Stadt Bochum eine „Vision Innenstadt 2030“ erarbeiten lassen, die drei zentrale Leitlinien für die Innenstadtentwicklung in den Fokus nimmt: Neben den Themenfeldern „Arbeiten“ und „Einkaufen“ werden „Wohnen und Leben“ als zentrale Bausteine für die Zukunft der Bochumer Innenstadt identifiziert. Damit verknüpft ist unter anderem die Ausweitung des Wohnangebotes für unterschiedliche Zielgruppen in der Innenstadt; gedacht wird beispielsweise an die Realisierung eines Wohnturms für Studierende in Bahnhofsnähe oder eine großflächige Neuordnung des Areals mit umfangreichen Neubauvorhaben rund um den Appolonia-Pfaus-Park im Umfeld des Westrings. Von wem, für wen und wie wird dieses „Neue Wohnen“ im Bochumer Zentrum geplant und umgesetzt?

Es ist einiges in Bewegung und darüber möchten wir am 30. November 2017 in den Rottstraße5-Kunsthallen sprechen. Eingeladen für eine offene Diskussionsrunde hat BOLOG drei Personen:

  • Den Stadtplaner Burkhard Huhn, Abteilungsleiter „Stadtentwicklung und Wohnen“ in der Stadtverwaltung Bochum; er wird uns die zentralen Themen der Bochumer Vision Innenstadt 2030 vorstellen und von den aktuellen Planungen rund um das Thema Wohnen in der Innenstadt berichten.
  • Catrin Coners, die Leiterin der „Quartiersentwicklung Ruhrgebiet“ im größten deutschen Wohnungsunternehmen Vonovia; sie wird einen Blick auf den Funktions- und Bedeutungswandel von städtischen Zentren werfen.
  • Den Projektentwickler Henry Beierlorzer, der als Geschäftsführer der „Urbanen Nachbarschaft Samtweberei“ in Krefeld umfassende Erfahrungen mit der Entwicklung von gemeinwesenorientierten Projekten gemacht hat. Er wird von dem neuartigen Konzept berichten, das nicht nur Wohnen und Arbeiten verknüpft, sondern mit dem auch Erträge für die Gemeinwesenarbeit im Stadtviertel erwirtschaftet werden.

 

Moderiert wird der Abend von den BOLOG-Mitgliedern Yasemin Utku und Achim Dahlheimer.

 

Wohnen und Leben in der Innenstadt – auch in Bochum !?

20171029 BOLOG Wohnen Innenstadt-1

Wohnen und Leben in der Innenstadt – auch in Bochum !?

Ansichten und Gespräche
von und mit:

  • Henry Beierlorzer, Projektentwickler
    (Geschäftsführer Urbane Nachbarschaft Samtweberei, Krefeld)
  • Katrin Coners, Vonovia
    (Leiterin Quartiersentwicklung Ruhrgebiet)
  • Burkhard Huhn, Stadt Bochum
    (Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Wohnen)

Moderation:
Achim Dahlheimer und Yasemin Utku

Donnerstag, 30. November 2017, 19:00 Uhr
Rottstraße 5 – Kunsthallen, Bochum

 

https://www.facebook.com/events/128105747894606/

 

Innenstadt – Wohin? Projekte und Perspektiven

In der Reihe „Impulse für Bochum – Stadtentwicklung im Dialog“ findet am Mittwoch, 22.2.2017, um 19 Uhr in der Christuskirche am Rathaus ein Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Innenstadt: wohin? – Projekte und Perspektiven“ statt. Initiator der Veranstaltung ist die Initiative BOLOG.

Der Abend dreht sich um die Frage „Wie kann die Zukunft der Bochumer Innenstadt aussehen?“. Zur Einstimmung auf das Thema werden Luftbilder des Zentrums gezeigt. In der darauf folgenden Podiumsdiskussion werden Probleme der City und Ideen und konkrete Projekte zu ihrer Gestaltung erörtert. Rede und Antwort stehen OB Thomas Eiskirch, Mario Schiefelbein (Geschäftsführer Bochum Marketing), Prof. Uta Hohn (Prorektorin für Planung und Struktur der RUB) sowie Guy Dermosessian (Projektmanager der Zukunftsakademie).

Die Teilnehmer/-innen stellen ihre unterschiedlichen Visionen für Bochum vor („In 15 Jahren steigen Sie aus dem Zug, was sehen Sie?“) und diskutieren über Maßnahmen und Wege, diese umzusetzen. Die Bandbreite an Themen reicht von leerstehenden Immobilien über studentisches City-Leben bis zur Positionierung Bochums zwischen den größeren Nachbarstädten Essen und Dortmund: Wie kann die (Innen-)Stadt ihr Profil schärfen und sich positiv abheben? Brauchen wir weniger oder vielleicht sogar mehr Kirchturmdenken? Leben und Arbeiten in der Innenstadt statt nur Einkaufen? Die Gruppe BOLOG hofft auf einen konstruktiven Austausch zwischen Fachleuten und Publikum. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Durch den Abend führen Hanna Hinrichs und Peter Köddermann.

Das Heute und Morgen der Stadt Bochum

Bei der dritten Veranstaltung von BOLOG am 24. Februar 2016 im Blue Square standen die offensichtlichen und die geheimen Qualitäten von Bochum im Vordergrund – aber auch die Themen, bei denen die Stadt noch Entwicklungspotential oder Nachholbedarf hat. Auf das Podium eingeladen waren vier Gäste, die auf unterschiedliche Art durch ihren Beruf und ihr alltägliches Leben in Bochum die Stadt mitgestalten: Dr. Markus Bradtke, der in Bochum geboren und aufgewachsen ist und seit Herbst 2015 als Baudezernent die bauliche Entwicklung der Stadt verantwortet; Dietmar Spohn, der als Kind des Ruhrgebiets nach einem Ausflug nach Halle und Leipzig froh ist, zurück zu sein und als Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke eng mit der Stadt verbunden ist; Romy Schmidt, die nach vielen unterschiedlichen Stationen in Bochum angekommen ist und das Potential der Stadt für ihr Prinz Regent Theater nutzt und Dr. Sven Schäge, der im Rahmen seiner Arbeit für das Horst Görtz-Institut für IT Sicherheit und Kryptologie auch Studierende aus dem In- und Ausland beim Ankommen in Bochum unterstützt. Lebhaft und interessiert mitdiskutiert haben auch die über 100 Gäste im Publikum.

Ausgangspunkt der Diskussion war die Frage danach, was das Bochum von heute eigentlich auszeichnet. Die vielen Liebeserklärungen an die Stadt von Podium und Publikum wurden durch die Benennung von konkreten Eigenheiten konkretisiert:

  • Dorf und Großstadt in einem: Diese Gegensatzpaar beschreibt eine doppelte Qualität: Obwohl man räumlich und im übertragenen Sinne menschlich nur kurze Wege in der Stadt zurücklegen muss, hat man doch an vielen Stellen ein großstädtisches Angebot. Diese doppelte Begabung trifft auch für den Uni-Campus zu, der durch die Öffnung in die Stadt profitiert.
  • Die Unfertige: Bochum hat an vielen Stellen Freiräume, die Spielräume für die Entwicklung neuer Ideen, für das Ausprobieren und das Temporäre bieten. Mit diesen Freiräumen sind sowohl konkrete Leerstände gemeint als auch Lücken im Angebot und der Infrastruktur, die Neues zulassen.
  • Die geteilte Stadt: Bochum ist wie viele Ruhrgebietsstädte in reichere und ärmere Stadtteile geteilt. Diese beiden Teile zusammen zu denken ist eine besondere Herausforderung für die Entwicklung von Bochum.
  • Die schöne Stadt? Die Gestaltqualität von Bochum wird von vielen nicht als die überzeugendste Qualität der Stadt betrachtet. Ihr Charme wird vor allem durch die Bewohnerinnen und Bewohner geprägt. Umso wichtiger scheint es, die Orte zu identifizieren, die besondere gestalterische Qualität haben und sie ins Licht zu rücken.

Was tut sich? Wo ist Bewegung?

Bochum verändert sich stetig. Neben alten und neuen Handlungsfeldern im Planungsbereich der Stadtverwaltung (z. B. Fokus Innenstadt, Wohnen als Teil von Planung, nördliche Stadtteile, Vermittlung des Bildungsstandorts) gibt es auch Entwicklungen, die viel stärker aus bürgerschaftlichem oder privatwirtschaftlichem Engagement stammen: Nach der Entwicklung im Ehrenfeld hat sich auch das Viertel am Kortländer sehr verändert: es ist mit einer ganzen Reihe von neuen Angeboten aufgeblüht und erweitert die Innenstadt nach Norden. Positive Entwicklungen auf einer ganz anderen Ebene sind die Neugründungen von Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit: Sie geben nicht nur den Gründern selbst Arbeit, sondern setzen auch wirtschaftliche Impulse in allen Bereichen – vom Vermieter über das Catering bis zum Hausmeister. Wichtig für diese Entwicklungen ist eine gute Infrastruktur. Hier kommen die Stadtwerke ins Spiel, die beispielsweise im Augenblick für eine verbesserte Versorgung mit Breitband-Internet in Studierendenwohnheimen sorgen.

Was bleibt noch zu tun?

Diese Frage lässt sich in einem Abend nicht umfassend bearbeiten. Wünsche, Anregungen und Visionen von Podium und Publikum geben aber Hinweise darauf, in welche Richtungen in Zukunft weiter gedacht werden könnte. Sie reichten von dem Wunsch nach dem Kiezcafé, in dem man sich morgens vor der Arbeit austauschen kann über das bezahlbare Wohnen für alle in der Stadt bis hin zum Bedarf an einer engagierten Lokalpresse. Die Leerstände in der Stadt stärker als Potential zu betrachten und zu nutzen, war ein weiteres Anliegen ebenso wie die Stärkung von grünen Bewegungsräumen in der Stadt. Kontrovers diskutiert wurde hingegen die strategische Positionierung der Stadt im Ruhrgebiet mit den beiden starken Nachbarn Essen und Dortmund: Sollte man hier eine konkurrenztaugliche Marke weiterentwickeln, die sich an herkömmlichen Exzellenzkriterien orientiert oder sollte man lieber die eigenen Zweit-Liga-Qualitäten für das „gute unaufgeregte Leben in der Nachbarschaft“ nach vorne stellen? Ein Vorschlag aus dem Publikum, Stadtspaziergänge zu Alltagsorten und nicht nur zu den Leuchttürmen anzubieten, um das Authentische der Stadt besser kennen zu lernen, könnte hier beim Denken helfen – und eine gute Verwendung für die von den Stadtwerken gesammelten Lieblingsorte der Bochumerinnen und Bochumer bieten.

Viel Stoff also für weitere Diskussionen mit BOLOG!